Schein- oder Zierquitten (Chaenomeles)
Im Gegensatz zu den leicht „flaumigen“ Früchten der echten Quitten, sind die Scheinquitten klein und sehr fest,
glattschalig und goldgelb mit kleinen Punkten. Sie besitzen einen herrlichen – unaufdringlichen aber unverkennbaren Duft und haben einen zierenden Effekt. Vom Strauch (Bonsai) essen kann man diese Früchte nicht, denn sie sind sehr sauer und hart. Man kann sie aber verarbeiten wie die Quitten, z.B. zu Quittengelee. Schon im
Altertum legte man Quitten in Wein, Öl oder Honig ein, kochte oder backte sie. Erst dann entfaltet sich ihr Aroma so richtig. Bei den alten Griechen galt die Quitte als Symbol von Liebe und Fruchtbarkeit; "Kydonische Äpfel essen" galt als Umschreibung für Liebesgenuss.
Wenn man in einer Obstschale einige vollreife Scheinquitten-Früchte in der Wohnung aufstellen, verbreitet sich ein aromatischer, unaufdringlicher Duft, der mit fortschreitender Reife der Frucht noch zunimmt.
glattschalig und goldgelb mit kleinen Punkten. Sie besitzen einen herrlichen – unaufdringlichen aber unverkennbaren Duft und haben einen zierenden Effekt. Vom Strauch (Bonsai) essen kann man diese Früchte nicht, denn sie sind sehr sauer und hart. Man kann sie aber verarbeiten wie die Quitten, z.B. zu Quittengelee. Schon im
Altertum legte man Quitten in Wein, Öl oder Honig ein, kochte oder backte sie. Erst dann entfaltet sich ihr Aroma so richtig. Bei den alten Griechen galt die Quitte als Symbol von Liebe und Fruchtbarkeit; "Kydonische Äpfel essen" galt als Umschreibung für Liebesgenuss.Wenn man in einer Obstschale einige vollreife Scheinquitten-Früchte in der Wohnung aufstellen, verbreitet sich ein aromatischer, unaufdringlicher Duft, der mit fortschreitender Reife der Frucht noch zunimmt.
Die Scheinquitte (Chaenomeles), auch Zierquitte oder Japanische Zitronenquitte genannt, wachsen als dornige Sträucher bei uns in vielen Varianten als max. 150 cm hohe Zierpflanze in Park- und Gartenanlagen und begeistern im Frühling und teilweise auch im Herbst durch ihre kleinen Blüten, deren Färbung von dunkelorange bis feuerrot reicht. Es gibt auch weiss blühende Arten, jedoch eher selten.Die Scheinquitte gehört zur botanischen Gattung der Rosengewächse. Die Zugehörigkeit zur Unterfamilie der Kernobstgewächse Maloideae kann man gut an der Form der Früchte erkennen, sie sehen wie kleine Quitten oder ähnlich wie kleine Äpfel aus. Vom Sommer bis Anfang Herbst durchläuft die Scheinquitte eine Art Ruhezeit, was zum Verlust des grössten Teils der Blätter führen kann. Die Wurzeln lieben Luft, weshalb sie dazu neigen, sich nahe an der Erdoberfläche zu entwickeln.
Bei der Chaenomeles handelt es sich um eine robuste, langsam wachsende und langlebige Spezies, die für Bonsai sehr geeignet ist.Erscheinungsbild:Scheinquitten haben ab April, vor dem Laubaustrieb, auffallend schöne rosa, rote oder weisse Blüten und ab September reifen erst grüne dann leuchtend gelbe, quittenähnliche kleine und aromatisch riechende Früchte. Die Früchte sind ungiftig und gesund (Marmelade, Gelee, Saft oder Parfüm lässt sich aus ihnen zubereiten). Die Früchte werden im Winter weich, zerfallen und verfaulen, wenn nicht die Vögel sie vorher verspeisen und dabei die Samen verbreiten. Die fünfblättrigen Blüten welche in Büscheln sich anfangs Frühling an mehrjährigem Holz bilden, sind wichtige Pollenspender für die Bienen. Die kleinen dunkelgrünen Blätter sind einfach, eiförmig und mit scharf gesägtem Rand. Scheinquitten haben als übliche Form einen Mehrfachstamm. Im Wurzelbereich des Stammansatzes bilden sich immer wieder neue Wildtriebe und Wurzeln aus.
Verbreitung:
Die Scheinquitten stammen aus Japan, Korea und aus China. In unseren Breiten wachsen sie vorwiegend als Solitär-Ziersträucher. Bereits seit Ende des 18. Jahrhunderts werden sie in Europa kultiviert und es haben sich viele Sorten mit interessanten Eigenschaften herausgebildet. Für die Kultivierung bevorzugen die japanischen Bonsailiebhaber die traditionellen, langsam wachsenden Varietäten wie z.B. die „Chojubai“, eine Zwergform von Chaenomeles japonica. Die Pflanzen bevorzugen volle Sonne, allenfalls leichter Halbschatten. Der Boden sollte nährstoffreich, durchlässig und nicht zu trocken sein.
Die Scheinquitte lässt sich sehr gut als Bonsai kultivieren: Gestaltung/Stilarten:
Grundsätzlich sind alle Stilarten denkbar, jedoch am besten geeignet für die frei aufrechte Form oder für Mehrfachstämme.
Standort:
An der vollen Sonne, allenfalls leichter Halbschatten. Vor Frühlingsfrösten schützen, da sonst die Blütenansätze erfrieren und die Blüte ausbleibt. Diese Spezies können mit einem Winterschutz im Freien überwintert werden.
Erde:
Die Wurzeln lieben Luft, Wasser und eine kräftige Düngung, aber Achtung vor Wurzelfäulnis, deshalb eine möglichst durchlässige Erdmischung wählen (Akadama-, Lavasplittmischung, 3:1).
Giessen:
Die Erde immer gut feucht halten. Im Winter etwas sparsamer giessen, aber nie ganz austrocknen lassen. Es ist wichtig, dass es der Scheinquitte nie an Wasser mangelt.
Düngen:
Diese Spezies liebt eine kräftige organische Düngung während der ganzen Vegetationszeit.
Schnitt:
Damit die Scheinquitte auch schön blühen kann, muss beim Schneiden besonders sorgfältig vorgegangen werden. Im Frühling kann noch bevor das Wachstum einsetzt stark geschnitten werden. Nach der Blüte lassen wir alle neuen Triebe ungestört wachsen. Erst auf den Herbst hin werden die neuen Triebe auf ein bis zwei Knospen zurückgeschnitten. Die unplaziert und unbrauchbar erscheinenden neuen Triebe können dagegen jederzeit sofort entfernt werden. Die nach der Blüte im Sommer heranwachsenden Früchte sollten bei Bonsai, damit kein Wachstumsverlust entsteht, zumindest teilweise entfernt werden.
Drahten:
Sofern gedrahtet werden muss (Gestaltung soweit möglich nur durch richtiges schneiden), kann dies nach der Blütezeit ab Juni vorgenommen werden. Nach einem halben Jahr den Draht wieder entfernen; nicht einwachsen lassen. Mehrjährige Äste sollten mit Hilfe von Spanndrähten, im Frühjahr wenn der Saftstrom die Äste wieder flexibel gemacht hat, in Form gebracht werden.
Umpflanzen:
Alle zwei bis fünf Jahre, am besten im Herbst oder auch im Frühling, sollte umgepflanzt werden.
Pflanzenschutz:
Die Scheinquitten werden gerne von Läuse (Schildläuse) und Dickmaulrüssler befallen. Durch die Krankheit Feuerbrand können diese Pflanzen stark geschädigt werden.
Überwinterung:
Die Scheinquitte ist nur bedingt winterhart, d.h. Temperaturen unter -5°C können schon schädlich für die Blütenbildung sein. Ein sinnvoller Winterschutz ist notwendig.
Vermehrung:
Durch Absenker, Stecklinge und Wurzelausläufer kann die Scheinquitte am besten vermehrt werden. Aus Samen (Kaltkeimer) die Chaenomeles zu vermehren braucht schon einiges mehr an Geduld.
