Werdegang eines Bonsai
Seit jeher war das Schicksal des Menschen mit dem des Baumes eng verknüpft. Der Baum spendete Schutz, seine Früchte oftmals Nahrung, und sein Holz war für die vielfältigsten Zwecke nutzbar. Er wurde bereits vor mehreren Jahrtausenden gezüchtet, kultiviert und gestaltet.
Zahlreiche Mythen, Märchen und Legenden erzählen von der Bedeutung des Baumes und von den Zauberkräften, die ihm innewohnen. Im alten Griechenland wohnten die Götter in den Bäumen oder nahmen ihre Gestalt an. Die Weltesche in der germanischen Mythologie wie auch der Feigenbaum in dem alten indischen Volksepos sind sogar eindrucksvolle Symbole für das Leben und die Weltordnung als Ganzes.
Der Gedanke der Einheit von Mensch und Natur liegt auch in der Bonsai-Kultur zugrunde, deren Ursprünge im Fernen Osten liegen. Vor etwa 2000 Jahren begannen die Chinesen mit dieser Kunst der Baumgestaltung.
Der Gedanke der Einheit von Mensch und Natur liegt auch in der Bonsai-Kultur zugrunde, deren Ursprünge im Fernen Osten liegen. Vor etwa 2000 Jahren begannen die Chinesen mit dieser Kunst der Baumgestaltung.
Eine hohe Sensibilität für den Rhythmus der Natur, Geduld und Respekt vor der Schöpfung, die uns in der heutigen urbanen und so materialistisch orientierten Welt oftmals verloren gegangen sind, kann durch den Umgang mit Bonsai wieder erlernt und damit auf neue Weise versucht werden, die Kluft zu überbrücken die sich zwischen uns und unserer einst natürlichen Umgebung aufgetan hat. Im Rahmen seines Jahresprogramms führt der Bonsai-Club Zürcher Oberland einen Theorie- und Informationsabend für alle Interessierten durch. Der Referent Peter Stutz gestaltet seit mehr als 20 Jahren Bonsai und hat sich in unzähligen Workshops zu einem virtuosen Bonsaikönner weitergebildet. Er wird auf Fragen eingehen wie, was ist ein Bonsai und wie entsteht ein Bonsai? Anhand eigener Erfahrungen wird er den Werdegang eines kleinen Baumes zu einem Bonsai dokumentieren, und den Teilnehmern einen Einblick in die Bonsai-Kunst verschaffen.
Der Vortrag steht allen Interessierten offen und ist kostenlos.
Datum: Donnerstag 24. Nov. 2005
Zeit: 19.30 Uhr
Ort: In der Au Gemeinschaftszentrum Volketswil
